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Patientenmelde Hotline:
Tel: 08033 / 3065191 |
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Stomatherapie
Häufig gestellte Fragen
Kostenlose Servicenummer: 0800/0734415
| Frage 1: |
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| Frage 2: |
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| Frage 3: |
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| Frage 4: |
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| Frage 5: |
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| Frage 6: |
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Antwort 1: Welche Stoma-Arten gibt es?
Kolostomie (Dickdarmausgang): diese (häufigste) Stomaanlage wird im linken Unterbauch positioniert, wenn eine Entfernung des Mastdarms und/oder Teilen des Dickdarms erforderlich ist. Um den Mastdarm z.B. bei entzündlichen Prozessen stuhlfrei zu halten, kann dieses Stoma auch vorübergehend angelegt werden (doppelläufig). In der Regel ist es aber dauerhaft.
Ileostomie (Dünndarmausgang): das Ileostoma wird im rechten Unter- oder Mittelbauch angelegt, wenn Störungen im Bereich des aufsteigenden und querliegenden Dickdarms vorliegen. Im Gegensatz zur Kolostomie sind hier die Ausscheidungen dünnflüssig und aggressiver.
Urostomie (künstliche Harnableitung): diese Ableitung ist notwendig, wenn Blase und/oder Harnwege geschädigt bzw. stillgelgt oder entfernt wurden. Hierbei gibt es verschiedene Anlagearten, die sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild richten.

Antwort 2: Der Versorgungswechsel
Während des Krankenhausaufenthalts wird die Stomaversorgung durch geschultes Personal ausgeführt. Dabei ergibt sich schon in der Klinik die Gelegenheit, sich unter Anleitung selbst zu versorgen. Der Beginn der Selbstversorgung wird anfangs mit einer Mehrbelastung verbunden sein, stellt aber einen wesentlichen Beitrag zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit dar.
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2 Kompressen mit Wasser und Seife
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2 Kompressen naß
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mind. 2 Kompressen trocken
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neue Versorgung
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Schablone und Schere (falls ausschneidbarer Hautschutz)
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elektrischer Rasierapparat (falls Haare entfernt werden müssen)
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Klammer (bei Ausstreifbeutel)
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Pflege- und Reinigungsmittel
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Entsorgungsbeutel/Müllbeutel
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Es empfliehlt sich, den Hautschutz bereits vorher auszuschneiden.
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Wichtig:
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Der Hautschutz soll das Stoma dicht umschließen, aber nicht einengen.
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Bereiten Sie alle notwendigen Utensilien vor
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Schutzfolie vom Hautschutz der neuen Versorgung lösen
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alte Versorgung vorsichtig mit einer Hand entfernen und mit der anderen Hand auf der Haut Gegendruck erzeugen
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Haut von außen nach innen mit Wasser und Seife mit kreisenden Bewegungen zum Stoma hin reinigen
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Seifenrückstände mit feuchten Kompressen abwaschen
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stomaumgebende Haut mit weiteren Kompressen abtrocknen
(starkes Trockenreiben vermeiden)
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eventuellen Haarwuchs im Bereich des Stomas mit einem Elektrorasierer entfernen
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neue Versorgung faltenfrei auf der Haut anbringen
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Wichtig:
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Hautschutz gut anmodellieren und darauf achten, daß der Lochausschnitt das Stoma exakt umschließt.
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Bei der zweiteiligen Versorgung kontrollieren, ob der Beutel richtig auf der Basisplatte eingerastet ist . Vergessen Sie nicht, bei Ausstreifbeuteln die Klammer anzubringen.
Stomabeutel nicht in die Toilette werfen, da sie das Abflußsystem verstopfen können.
Tips:
Für unterwegs immer eine Reserveversorgung mitnehmen. Undichte Versorgungen, die von Stuhl unterwandert sind, müssen sofort entfernt werden. Kleberückstände auf der Haut nicht durch festes Reiben beseitigen, lieber belassen, denn beim nächsten Wechsel lassen sie sich oft besser entfernen.

Antwort 3: Wie oft wechsele ich die Stomaversorgung?
Hautirritationen/Mazeration
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Entsteht durch mechanische Reizung der Haut:
Klebematerial, zu häufiges Beutelwechseln oder eine nicht ausreichend abdichtende Beutelöffnung können eine Rötung der Haut bis hin zu einer nässenden Hautablösung verursachen.
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Was ist zu tun?
- Verwendung eines durchgehenden Hautschutzes ohne Kleberand - vorsichtiges Ablösen der alten Versorgung - exaktes Anpassen des Hautschutzes um das Stoma
Allergien
Überempfindlichkeit gegen Pflege- und Versorgungsartikel, häufig auch erst nach jahrelangem Gebrauch. Die Allergie zeigt sich durch Rötung, Bläschenbildung und Juckreiz auf der Haut.
Im Prinzip kann jeder Stoff ein Allergen sein.
Was ist zu tun?
- Kontaktieren eines Arztes - Ausschalten des Allergens durch Umstellung der Versorgungs und/oder Pflegematerialien
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Follikulitis (Haarbalgentzündung)
Durch Bekleben und Entfernen kleiner Haare entsteht eine mechanische Reizung der Haarwurzel mit Entzündung, die punktförmige Pusteln und Rötungen aufzeigt.
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Was ist zu tun?
- regelmäßiges Entfernen der Haare mit einem Elektrorasierer
- keine Enthaarungscreme verwenden (chem. Reiz)
- keine Naßrasur (Verletzungsgefahr)
Parastomale Hernie (Bruch)
Bei Überbeanspruchung der Bauchdecke aufgrund schwerer körperlicher Arbeit oder sportlicher Betätigung. Die Hernie erscheint äußerlich als Vorwölbung der Bauchdecke.
Was ist zu tun?
- keine schweren Lasten über 10 kg heben - Sportarten, die überwiegend die Bauchmuskeln beanspruchen, meiden - vorbeugend bei schwerer körperlicher Anstrengung eine Maß-Leibbinde tragen

Antwort 5: Pflegehinweise, die Sie unbedingt beachten sollten
Für die Reinigung der Haut niemals Benzin, Äther, Alkohol, Desinfektionsmittel oder ähnliches verwenden. Sie trocknen die Haut aus und zerstören den natürlichen Fett- und Säuremantel der Haut.
Zum Entfernen stark haftender Klebematerialien kann ein spezieller Pflasterentferner eingesetzt werden.
Der Einsatz von Schwämmen und Waschlappen sollte ganz vermieden werden, da diese Nistplätze für Pilze und Bakterien darstellen. Gut geeignet sind weiche Kompressen aus Baumwolle, die nach Gebrauch entsorgt werden.
Für die Hautpflege erhältliche Pflegeschäume, Salben, Öle, rückfettende Waschlotionen und Badezusätze pflegen zwar die Haut, beeinträchtigen aber das Haften von Klebeflächen und Hautschutzmaterialien wesentlich.
Hautgerbende Lotionen machen die Haut spröde und sind bei den heutigen Versorgungen nicht mehr erforderlich.
Bei lokaler Anwendung von Medikamenten im Bereich der parastomalen Haut sollten wässrige Lösungen verwendet werden.
Kleine Hautunebenheiten, Falten und Gruben lassen sich zur besseren Abdichtung mit Pasten ausgleichen.
Allgemeine Diätvorschriften lassen sich nicht definieren. Grundsätzlich sollte man bei jedem Nahrungsmittel die Wirkung auf die Verdauung beobachten.
Ileostomieträgern wird empfohlen, mit dem Arzt über den Ausgleich wichtiger Stoffe, wie z.B. Elektrolyte, zu sprechen. Dies gilt vor allem auch für dünndarmlösliche Medikamente, die in ihrer Wirkung eingeschränkt werden können (z.B. Anti-Baby Pille).
In Deutschland leben ca. 100.000 Menschen mit einem Stoma. Jedem Betroffenen ist es möglich, mit der richtigen Versorgung und Unterstützung am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen.

Antwort 5: Wie ernähre ich mich richtig ?
Bitte haben Sie noch ein Wenig Geduld, Text folgt bald...
Antwort 6: Ist Baden, Duschen, Sport erlaubt, bzw. möglich?
Bitte haben Sie noch ein Wenig Geduld, Text folgt bald...
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